Bienen schwärmen.

Mit den ersten warmen Tagen im Januar beginnt die Königin nach der Winterruhe wieder mit dem Eierlegen. Zunächst nur in geringem Umfang, der bestenfalls den Totenfall der Winterbienen ausgleicht , aber mit zunehmender Tagesdauer steigert sich die Legeleistung der Königin auf bis zu 2000 Eier pro Tag.
Zudem tragen die Bienen sobald die Temperaturen steigen und die ersten Pflanzen blühen Pollen und Nektar in den Bienenstock ein.
Kurzum, irgendwann wird es eng im Bienenstock und trotz aller züchterischen Bemühungen den Honigbienen das Schwärmen abzugewöhnen, gewinnt was in den Genen unserer Bienen angelegt ist.

Und so kann es ab Anfang Mai zu einem gewaltigen Schauspiel kommen. Ein mächtiger Schwarm zieht dann aus der Beute aus und sucht sich nach einiger Zeit einen Platz wo Königin und Volk zur Ruhe kommen. Meist an einem Baum, gerne in luftiger Höhe.

 

Imker versuchen das Schwärmen ihrer Bienen zu verhindern.

Imker und Imkerinnen sind an großen, leistungsfähigen Völkern und am Frieden in der Nachbarschaft interessiert. Schwärmende Bienen konterkarieren beide Bemühungen.

Zum einem verlässt mit dem Schwarm die Köngin das Volk und nimmt einen Großteil der flugfähigen Bienen mit sich, wodurch die Honigprodukion mangels williger Helfer erst einmal zum Stillstand kommt.

Zum anderen  ist es leicht verständlich, dass das Schauspiel des wild umherfliegenden Schwarmes in der imkerlichen Nachbarschaft nicht unbedingt auf Zustimmung stößt (Die wollen doch nur spielen...) und der Standplatz der Beute zumindest in den folgenden Wochen argwöhnig beäugt wird.
Von daher verfolgt ein Großteil der Arbeit des Imkers in den Monaten Mai bis Juni das Ziel, das Schwärmen seiner Bienen zu verhindern. Weiselzellen (so bezeichnet man die Zellen, in denen Königinnen aufgezogen werden. Im Bild siehst Du sie links als zapfenförmige Gebilde ) werden gesucht und enfernt. Den Völkern werden Brutwaben zur Schwächung des Volks entnommen und den Bienen wird noch mehr Raum zum Bauen als probate Beschäftigungstherapie gegeben. Trotz aller Umsicht des Imkers/der Imkerin - manchmal gewinnt ganz einfach die Natur der Biene!

 

Imker fangen Bienenschwärme ein.

Jeder fremde, eingefangene Schwarm ist für den Imker ein willkommener Zugewinn. Handelt es sich bei dem Bienen allerdings um solche aus dem eigenen Bestand des Imkers, so steigt seine Motivation die Bienen zurückzuerlangen ins Unermeßliche. Da werden dann eilig Leiter und Eimer gepackt und nach kurzer Zeit kann die eben noch durch den Schwarm in Unruhe versetze Nachbarschaft den Imker beim Rettungseinsatz bestaunen. Das Schwarmrecht räumt dem seinen Schwarm verfolgenden Imker dabei sogar Sonderbefugnisse, wie das Betreten fremder Grundstücke ein.

Warum immer ganz oben? Nicht wenige Imker haben sich bei solchen Einsätzen überschätzt.

Glücklicher Imker!


Wespennester werden nicht von Imkern beseitigt.

Imker werden immer wieder wissentlich oder unwissentlich durch Anrufer zur Beseitigung von Bienenschwärmen aufgefordert, die sich im Nachhinein als Wespennester herausstellen. Wespen stehen jedoch seit geraumer Zeit unter Naturschutz und werden nicht durch Imker beseitigt.
Wenn Du unsicher bist ob du eine Wespe vor Dir hast oder eine Biene: Wespen sind schwarz-gelb - unsere Carnica-Bienen schwarz-braun.

Schwarm melden.

Oft bekommen die Imker es nicht mit, wenn ihre Völker schwärmen. Solltest Du einen Schwarm im Kirchspiel Anhausen finden, der sich niedergelassen hat und Du kennst den Imker nicht, der ihn vermisst, dann melde den Schwarm bitte bei Axel Voß (02639 1531).